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IT-Diskriminierungen

Sensation bei den Muggeln: Frauen erheben sich und kämpfen für ihre Rechte!

Brisborne, 13. September 1978. Ein Ruck geht durch die Muggelbevölkerung. Uns ist noch unklar, ob vielleicht eine gewitzte Hexe daran schuld ist, aber die Muggelfrauen demonstrieren nun überall für ihre Rechte. Es kommt vermehrt auch in Europa zu Demonstrationen. Letzten Sonntag kam einer dieser Demonstrationszüge der Winkelgasse bedrohlich nah. Ein verunsicherter Zauberer wurde von den Muggelfrauen seiner Robe entledigt und in Unterhosen durch die Straße gejagt. Aufmerksame Auroren verschlossen den Seiteneingang der Winkelgasse gerade noch rechtzeitig, sodass der Zauberer die Meute auf seiner Flucht nicht geradewegs in die magische Welt führen konnte. Ein weiteres Eingreifen seitens der magischen Behörden wird bisher nicht angestrebt, da die Muggel zu irrationalem Verhalten tendieren und diese emanzipatorischen Anfänge nicht behindert werden sollen.

Wir bespielen mit dem zweiten magischen Krieg und dem damals grassierenden Blutrassismus bereits einige schwer beladene Themen. Unsere Interpretation der Wizarding World beinhaltet deshalb keinen Sexismus und keine Queer-Feindlichkeit. Dieser Punkt unserer Welt steht nicht zur Diskussion.

Was bedeutet das für das Spiel?

In der magischen Bevölkerung existiert kein Sexismus und keine Queer-Feindlichkeit. Es ist aber wohl bekannt, dass dies unter Muggeln praktiziert wird – und diese Muggel-Eigenart ist unter Hexenden verpönt und gilt als Zeichen für die Rückständigkeit und Verbohrtheit der Muggel. Unter Muggelfreunden werden jegliche diskriminierende Kommentare oder Praktiken abgelehnt. Die Muggel werden dabei von den Sympathisanten für ihre Rückständigkeit und schlimmen Erfahrungen bemitleidet.

Auch in reinblütigen Familien und bei den Sacred 28 wird Queerness akzeptiert. Einzige Bedingung dabei ist, dass die jeweilige Blutlinie weitergeführt wird. Beim Rest der magischen Bevölkerung gibt es keine Einschränkung.

Die magische Gesellschaft möchte nicht, dass Gedankengut aus der Muggelwelt bezüglich Sexismus und Queer-Feindlichkeit in die magische Welt gelangt. Ein erstes Gesetz zur Vermeidung radikaler Muggel-Indoktrination wurde im Jahr 1498 verabschiedet. Es beinhaltet eine Reihe von Umgangsweisen, insbesondere mit Muggelgeborenen und ihren Anverwandten. Unter anderem wird beschrieben, dass Muggelgeborene vor dem Schulantritt durch speziell geschulte Mitarbeitende des Ministeriums auf mögliche Bedrohungsrisiken für die magische Gesellschaft hin überprüft werden. Im Jahre 1643 kam es zu ersten kritischen Stimmen zu diesem Gesetz. Das Ministerium hat das Gesetz zunächst als Schutzmaßnahme für Muggel verteidigt. Nach weiterer Kritik wurde das Gesetz jedoch 1647 angepasst. Fortan sollte es nur noch zu “stichprobenartigen” Beobachtungen kommen. Die vorher üblichen Geistesmanipulationen bei Extremfällen sollen seitdem – zum Wohle der Kinder und zum Schutz der magischen Gesellschaft – nur noch bei den erwachsenen Anverwandten durchgeführt werden.

Um ein Überschwappen diskriminierenden Gedankenguts in die magische Bevölkerung zu verhindern, unterbindet das Ministerium Diskussionen zu diesem Gesetz weitgehend.    

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