American Style Duelling

Das 1960 aus den USA herübergeschwappte American-Style Dueling genießt seit 1971 weltweit einen großen Aufschwung. Insbesondere unter den jüngeren Fans ist die showartige Sportart besonders beliebt. Die Jugend interessiert sich nur noch wenig für das “stocksteife” Duellieren, bei dem die schlimmsten Verletzungen nicht mehr als Schockzauber sind.

Die Regeln im amerikanischen Duellieren sind einfach: Keine Unverzeihlichen, keine verbotenen Flüche, keine Hieb-, Schuss-, oder Stichwaffen und keine Flüche, die tödlich sein könnten. Alles andere ist erlaubt. Ob Zauberstab oder Fäuste, hier geht die Person als Sieger hervor, die den Gegner kampfunfähig gemacht hat. Natürlich fordert dieser Stil auch seine Opfer, doch dies geschieht heutzutage nur noch selten. Der letzte Tod bei einem solchen Duell ist einige Jahre her und seitdem haben sich die Sicherheitsvorkehrungen stark verändert.

Obwohl der Sport immer wieder für seine Brutalität in der Kritik steht, scheint es genau das zu sein, was American-Style Dueling seit einigen Jahren immer bekannter macht. 

Die Veranstaltungen finden zumeist in alten Lagerhallen und zu später Uhrzeit statt. Die europäische und die amerikanische Szene sind hierbei unabhängig voneinander, obwohl der ein oder andere Kämpfende schon bei ausländischen Veranstaltungen aufgetaucht ist.

Die europaweiten Oberliga-Turniere finden monatlich statt. Darüber hinaus gibt es kleine Zwischenveranstaltungen (sogenannte Brawls). Kämpfe finden sowohl als spontane Herausforderung als auch als geplantes Aufeinandertreffen statt.

Eine Weltmeisterschaft gibt es aktuell nicht.

Die zwei größten Turniere der Szene sind das WAR OF WANDS und das W.I.T.C.H. (Worldwide International Tournament of Cursing and Hexing), die halbjährlich in den Metropolen Europas stattfinden.

Die große Kritik, die Kämpfe seien im Voraus geplant und sogar einstudierte Choreographien weisen die Sportler von sich, doch besonders bei den großen Turnieren deutet der ein oder andere Kampf dennoch darauf hin.

Regeln

Die offiziellen Regeln im ASD lauten wie folgt:

  1. Keine Unverzeihlichen / Verbotenen Flüche
  2. Keine Toten
  3. Kein Hieb-, Schuss-, oder Stichwaffen

In Wahrheit sind die Regeln jedoch etwas komplizierter, denn die Duellanten sind eher Freunde oder Kollegen als Feinde. Die Szene ist klein und es geht viel darum, eine Show zu bieten und so finden die meisten Feindseligkeiten eher auf der Bühne statt als dahinter. Von dort kommen auch ein paar zusätzliche Regeln für Eingeweihte:

  1. Keine Flüche, die jemandem die Karriere kosten könnten.
  2. Keine ernsthaften Verletzungen, Blut ist gut, zuviel will jedoch keiner sehen.
  3. Geht verantwortungsvoll miteinander um
  4. Ein Kampf wird nur im Notfall unterbrochen
  5. Keine Flüche hinter der Bühne
  6. Keine Angriffe, die die Zuschauenden gefährden könnten
  7. Die Heilenden werden nicht über die Schwere der Verletzung angelogen
  8. Wer verletzt ist setzt aus, bis er wieder vollkommen fit ist.
  9. Duellieren auf eigene Gefahr

Let the show begin!

Die Rookie Liga

Die Rookie Liga ist die Liga der anstrebenden Duellierenden der Europäischen Duellszene. Hier kämpfen junge Talente um eine Chance in die Profiliga aufgenommen zu werden.

Um in die Liga der Rookies aufgenommen zu werden, muss man “entdeckt werden”. Jeder Manager und Duellierende der Oberen Liga hat eine Münze, die an vielversprechende Talente weitergegeben werden kann. Diese gibt den Auserwählten eine Möglichkeit, an den Rookie Turnieren teilzunehmen. Wie und an wen die Profis ihre Münze geben, bleibt ihnen überlassen. Einige der Profis scouten auf Anwärterturnieren oder in der klassischen Duellszene, andere wiederum haben ihre ganz eigenen Methoden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und ab und an schaffen es spektakuläre Münzvergaben sogar bis in den Tagespropheten. 

Der Duellierende, der die Münze verteilt hat, ist von diesem Zeitpunkt an der Mentor des neuen Rookies. Mentoren unter unterstützen wo sie nur können und einige gewähren ihren Schützlingen sogar den Eintritt in exklusive Trainingshallen oder den Zugang zu neuestem Equipment und Sponsoring-Verträgen.

In die Obere Liga aufzusteigen kann Jahre, ja sogar Jahrzehnte dauern. Nicht jeder schafft es und bei weitem nicht jeder hat das Durchhaltevermögen, doch ab und an gibt es einen Rookie, der aufsteigt. Die aktuelle Quote liegt bei etwa 2 bis 3 Duellierenden pro Jahr.

Um den Aufstieg zu schaffen muss man einige Kriterien erfüllen:

  • Zuerst muss man die 25/25 schaffen. 25/25, bedeutet 25 Kämpfe in Folge ohne Niederlagen. Um diese Siege zu schaffen bedarf es nicht nur Talent, nein, auch das Glück nicht mit den Stärksten gepaart zu werden spielt mit hinein.
  • Der zweite große Punkt ist die Zustimmung vom Management und ein Vertrag in der Oberen Liga. Leider bekommt nicht jeder, der die 25/25 schafft einen Vertrag angeboten. Bei diesem Kriterium zählt nicht nur das Talent, sondern auch die Fähigkeit die Masse zu unterhalten, ob man FACE (Fanliebling) oder HEEL (Hassobjekt) ist und, ob man in die aktuelle Liga hineinpasst. Ist dies nicht der Fall, verfallen zwar keineswegs die Siege, doch der Aufstieg ist erst dann möglich, wenn der Rookie alle Kriterien erfüllt.

Nur Rookies, die diesen harten Weg abschließen, werden in die offizielle American Style Duelling-Liga aufgenommen.

Titel

Double Tag TeamChampionship

Wird im 2er Tag Team gewonnen

Aktueller Titeltragende: Team Mystique (Regierungszeit: 116 Tage; Titelverteidigungen: 4)

Triple Tag TeamChampionship

Wird im 3er Tag Team gewonnen

Aktueller Titeltragende: Cheering Hearts (Regierungszeit: 18 Tage; Titelverteidigungen: 0)

Universal Championship

Kann angekündigt in jedem Match gewonnen werden

Aktueller Titelträger: Der Alchemist (Regierungszeit: 72 Tage; Titelverteidigungen: 1)

Classic Championship

Kann nur angekündigt im 2×11er Feld gewonnen werden.

Aktueller Titelträgerin: Charlotte (Regierungszeit: 165 Tage; Titelverteidigungen: 3)

Hellish Championship

Kann nur angekündigt im quadratischen Feld (7×7 als auch 16×16) gewonnen werden.

Aktueller Titelträgerin: Twister (Regierungszeit: 83 Tage; Titelverteidigungen: 2)

24/7 Titel

Kann zu jeder Zeit an jedem Ort gewonnen werden

Aktueller Titelträgerin: CANDY (Regierungszeit: 47 Stunden; Titelverteidigungen: 0)

Regeln zu den Titeln:

  1. Es kann immer nur ein Titel pro Match gewonnen werden.
  2. Herausfordernde können nicht zwei Titelmatches an einem Tag haben.
  3. Verteidigende können nicht mehr als zwei Verteidigungsmatches an einem Tag haben.
  4. Wer ein Match herausfordern darf und wann entscheiden die Manager.

Und die inoffizielle fünfte Regel:

  1. Duellierende sollten einen Titel der Show zuliebe nie länger als 1 Jahr behalten und nie mehr als 2 Titel tragen, außer es liegt ein genehmigter Sonderfall vor.

Klassisches Duellieren

Die europäische Duellsportszene existiert schon seit Anbeginn der Zeit. Auch, als es noch keine Duellierclubs gab, wurden Dispute mit Duellen um die Ehre der Familie ausgetragen, nicht selten auch auf Leben auf Tod. Damit ist Duellieren nach Koboldstein die älteste magische Sportart – und das noch vor Quidditch! 

Der klassische Duellstil kommt ursprünglich aus England, hat aber auch viele deutsche und französische Einflüsse genossen. Seit 991 ist Duellieren eine anerkannte Sportart, die in Clubs wie z. B. dem Duellierclub in Hogwarts (Schottland), dem Britischen Classic Duelling Club (England) oder dem Club élite de duel de Paris, trainiert wird. Besonders auf den Britischen Inseln finden sich viele kleinere Duellierclubs, einige offen für jeden, andere äußerst exklusiv. 

Die Beliebtheit des Duellsports hatte seine Höhen und Tiefen, hat jedoch nie das Ausmaß an Begeisterung erreichen können, das Quidditch in der Zaubergemeinschaft innehält. Zu den Welt- und Europameisterschaften erfreut sich die Klassische Duellszene dennoch immer wieder periodenweise an einem Anstieg des Interesses. Außerhalb dieser Zeiten hält sich die Begeisterung der breiten Magischen Gesellschaft jedoch weitestgehend in Grenzen. 

Für einige Familien in höheren Gesellschaftsschichten ist Duellieren mehr als nur ein Sport, es ist eine Tradition. Besonders reinblütige Familien sehen es als Ehre an, wenn ihre Sprösslinge dort für den Stolz und die Ehre ihrer Familie duellieren. Manch ein Kind wird schon von früher Kindheit an auf solch ein prestigeträchtiges Duell vorbereitet. Man munkelt sogar, dass das ein oder andere Duell mehr ist als nur ein Duell und Sieg und Niederlagen sogar über Familienfehden, politische Entscheidungen und Verlobungen entscheiden können.

Auch Hogwarts Schüler:innen ist Duellsport wohl bekannt. Der Duellierclub der Schule genießt ein hohes Ansehen und ist einer der ältesten Clubs, die Hogwarts zu bieten hat. Doch nicht nur Hogwarts hat eine lange Duellier-Tradition, auch Schulen wie Beauxbatons, Durmstrang und die Koldovstoretz Schule haben weit bis in ihre Gründerzeiten zurückreichende Traditionen. Da ist es auch nicht erstaunlich, dass es jedes Jahr zur Litha, also zum Ende des Schuljahres, ein Turnier der Schulen gibt in dem sich die Schüler:innen ab dem 4. Jahrgang aller Schulen miteinander messen. Jeweils zwei Jahrgänge werden hier zusammengelegt, es gibt also Sieger:innen des 4./5. Jahrganges und Sieger:innen der 6./7. Jahrgänge.

In der professionellen Classic Duellszene gibt es mehr Veranstaltungen. Die größten dieser Art finden zu Samhain, Imbolc, Ostara, Beltane, Lammas und Mabon statt. Es gibt aber auch kleinere monatliche Turniere, exklusive Veranstaltungen sowie die großen Events wie die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft, die abwechselnd alle 2 Jahre stattfinden. 

Die Turniere sind prestigeträchtig und finden meist auf großen Anwesen in ganz Europa verteilt statt. Es sind nicht nur Sportveranstaltungen, sondern auch gesellschaftliche Events. Nicht selten werden Vertragsabschlüsse in den reich ausgestatteten Logen verhandelt oder die nächste Verlobung bekannt gegeben. Auf diesen Events tummelt sich alles was Rang, Namen und das nötige Kleingeld hat. Gute Sitzplätze können hier schonmal einen ganzen Haufen Gold kosten, genau wie die dort ausgeschenkten Spirituosen. Als 1947 jedoch der Unmut der anderen Gesellschaftsschichten über die Ticketpreise einen Höhepunkt erreichte, wurden zum ersten Mal günstige Stehplätze im Innenraum angeboten, die bis heute durchaus gut besucht sind, ganz zum Unmut anderer Besucher. 

Wer auf so einer Veranstaltung duellieren will, braucht viel Training in einer Duellsporthalle und eine Empfehlung einer der renommierten Duelltrainer:innen. Dazu können auch Geld, Einfluss und der Blutstatus der Familie nicht schaden.

Die Duellierenden haben sich an ein striktes und langes Regelwerk zu halten, um die Sicherheit aller Parteien zu gewährleisten. Anders als bei dem amerikanischen Duellsport kommt es hier selten zu schweren Verletzungen, von der Ehre der Duellierenden mal abgesehen. Die Feldgröße bei diesen Duellen ist auf einen langen schmalen Streifen festgelegt, es gibt zwei Felder, das kleine Feld mit 2×10 Metern und das große Feld mit  3×16 Metern. 

Die Duelle beginnen traditionell mit einer Verbeugung der beiden Duellierenden, diee sich im Anschluss ein paar Schritte voneinander entfernen. Erst nach dem offiziellen Startsignal darf gezaubert werden.

Duelle können auf verschiedene Weisen enden:

Kampfunfähigkeit

Duellierende sind kampfunfähig, wenn sie ohnmächtig, entwaffnet oder anderweitig vom Zaubern abgehalten werden. 

Disqualifizierung

Duellierende werden disqualifiziert, wenn sie verbotene Zauber nutzen oder die Außenlinie des Feldes übertreten.

Time-Out

In Duellen kann im Vorhinein eine Zeit festgelegt werden, nach der die Duellierenden das Duell beenden, obwohl es noch keine klare Entscheidung über Sieg und Niederlage gibt. Hier gilt: Nach Ablauf der Zeit werden die Trefferpunkte gezählt, die die Duellierenden erzielt haben. Der Sieg wird nach den meisten erzielten Treffern vergeben.

Eine streng kontrollierte Wettszene gehört natürlich ebenfalls zum Inventar der Veranstaltungen. Hier geht es für viele weniger um die Gewinnchancen, als darum die Unterstützung für die Familie und die Duellierenden zu zeigen. Dennoch kann man hier an bestimmten Abenden eine gute Summe an Gold abstauben, wenn man auf die richtigen Duellierenden wettet. Teilnehmende werden strikt nach Treffer- und Treffquoten bewertet, die nach jedem Duell aktualisiert werden.

Duell-Punkte-Karte